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Guten Tag, Herr Schütz,

Sammi van de Speckfaltjes! Das ist ein Kater! Leider habe ich keine Bilder, die ihn in Aktivphasen zeigen; so schnell habe ich leider nie die Kamera zur Hand. Sammi ist zum Beiss-, Flitz-, Spiel-, Überdreh- und vor allem zum Schnurr- und Schmusekater mutiert. Wenn ich seinen Magen knurren lasse, damit er vor Hunger an das (auch und vor allem für seine Zähne) viel bessere Trockenfutter geht, darf ich nicht für ihn greifbar sein. Denn dann sagt er mir ganz klar, dass er "sein" Nassfutter haben will, dadurch, dass er mal kurz in meine Hand, meinen Fuß oder sonst gerade erreichbare Stellen beisst und im selben Moment die Kurve kratzt - ich könnte das ja vielleicht nicht mögen. Dann schleicht er langsam wieder heran und schaut mich mit großen Pupillen an, als wollte er sagen: "Siehst du nicht mein Leid?" Natürlich knicke ich dann ein. Sammi verdrückt "sein" Futter, kommt wieder, legt sich in seinen Lieblings-Sessel (war mal meiner, aber das zählt ja nicht), rollt sich zusammen und schnurrt.

Vor zwei Monaten ungefähr traute er sich zum erstenmal zum Schlafen auf mein Bett. (Sein Angst-Rückzugplatz hoch oben auf dem Kleiderschrank ist schon lange passé.) Anfangs lag er noch vorsichtig am Fußende. Nacht für Nacht fast robbte er sich zentimeterweise hoch. Jetzt geht's mir mit ihm wie vorher mit Minou (die uns am 1. Dezember leider verlassen hat, bei dem Gedanken muss ich noch immer heulen): Er liebt den möglichst großflächigen Körperkontakt, drückt sich an mich, und wenn ich mich bewege, rückt er nach. Das führt nicht selten dazu, dass ich morgens fast neben dem Bett aufwache und Sammi da liegt, wo ich abends eingeschlafen bin. Und er liebt das Spiel mit dem Wasser! Sobald ich in der Küche den
Wasserhahn aufdrehe, ist er da, egal, ob was im Weg steht oder nicht, das wird runtergefegt. Überhaupt das Runterwerfen. Noch eine seiner Vorlieben. Egal, ob das für ihn interessant sein könnte, oder nicht: Alles, was auf Tischen steht, ist nicht sicher vor ihm. Mal sehn, ob ich's bewegen kann. Und wehe, da stehen Milchtüten, die nicht fest verschlossen sind! Tüte unten, Sammi mitten in der Lache genüsslich schleckend ist auch schon passiert. Alles in allem: Es hat ein paar Monate langsamer Annäherung gedauert, aber heute ist der Kater nicht wiederzuerkennen! Er dreht auf, flitzt die Treppen rauf und runter, spielt, tobt, schnurrt, dass einem das Herz aufgeht. Und allmählich kommt auch Kimmi aus ihrer scheuen Reserve. Die täglichen Spielphasen der beiden werden immer länger. Und sie fordert inzwischen auch die täglichen Streicheleinheiten, die sie schnurrend und mit hochgestelltem Hinterteil genießt. Aber zur Schmusekatze wie Sammi heute braucht's noch ein bisschen. Kartons lieben beide. Wo immer etwas ausgepackt wird, drängeln sie sich. In etlichen Winkeln stehen Kartons mit Luftpolsterfolie, die wir ja nicht wegnehmen dürfen, dann gibt's Haue. Der kleinste davon, in den Sammi gerade so zusammengerollt reinpasst, ist sein Lieblingskarton. Am Anfang zweifelte ich hin und wieder, ob wir die beiden Verstörlinge wirklich öffnen könnten. Aber mit Liebe, Zuwendung und Verständnis geht, glaube ich, alles.

Herzlichen Dank noch, wenn auch spät, für die wirklich schöne
Weihnachtskarte!
Auch Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein erfreuliches 2004!

Ihre Brigtte Uhrmann

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